PV-Versicherungen

Relevanter denn je

Die steigende Popularität von Solaranlagen rückt die Bedeutung eines PV-Versicherungsschutzes ins Rampenlicht. Wir sprachen mit Sascha Risse von der INTER.

13:08 Uhr | 28. August | 2023
Photovoltaik
| Quelle: Halfpoint Images

In Zeiten des Klimawandels steigt das Bewusstsein für erneuerbare Energien. Die Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) in Deutschland sind dabei ein klarer Indikator für diese Entwicklung: Mit insgesamt 2,2 Millionen installierten Anlagen (Stand März 2022), einem beeindruckenden Zuwachs von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr 2021, wächst auch die Nachfrage nach PV-Versicherungen.

Warum sind Photovoltaikversicherungen relevant?

Sascha Risse, Leiter Maklervertrieb bei der INTER Versicherungsgruppe, bringt den Grund für die hohe Nachfrage auf den Punkt: „Eine PV-Anlage für den Betreiber bietet ein Bündel an Vorteilen: Sie verbindet einen persönlichen Beitrag zum Klimaschutz mit Kosteneinsparungen, Unabhängigkeit und Sicherheit. Viele Menschen wollen ihren ökologischen Fußabdruck reduzieren. PV-Anlagen verbinden Ökologie, Ökonomie mit Unabhängigkeit und Sicherheit.“

In diesem Zusammenhang betont er weiter: „Wir stehen insgesamt noch am Anfang, wenn es um Nachhaltigkeit im Versicherungsmarkt geht. Doch es ist ein produktübergreifender Mega-Trend.“ Dieser Trend wird auch durch die Tatsache gestärkt, dass sich eine wachsende Anzahl von Verbrauchern für PV-Anlagen entscheidet. Dabei sind folgende Punkte für die Verbraucher von Relevanz:

  • Hohe Investition: Eine PV-Anlage ist kein kleines Unterfangen. Schon für kleinere Anlagen fallen mehrere Tausend Euro Kosten an. Diese Investition wächst mit der Größe der Anlage und kann erheblich werden.

  • Verschiedene Gefahren: PV-Anlagen sind diversen Risiken ausgesetzt - von Naturgewalten wie Blitzeinschlägen oder Hagelschauern bis hin zu Diebstahl der Anlage oder ihrer Einzelteile.

  • Kreditfinanzierung: Viele Anlagenbesitzer finanzieren ihre PV-Anlage über einen Kredit. In diesen Fällen ist die Versicherung oft vertraglich festgelegt und unumgänglich.

Wie sollte man sich versichern?

Verbraucher haben bei der Absicherung ihrer Anlage im Wesentlichen zwei Optionen, auch wenn sie gesetzlich nicht verpflichtet sind, eine PV-Versicherung abzuschließen:

  • Wohngebäudeversicherung: Hier kann die Photovoltaikanlage gegen einen Aufpreis mitversichert werden. Dies ist oft in Kombination mit einer Elementarschadenversicherung möglich.

  • Spezielle PV-Versicherung: Diese Versicherungen sind auf Photovoltaikanlagen zugeschnitten und bieten im Schadensfall oft umfangreichere Leistungen, können aber vergleichsweise teurer ausfallen.

Zu den unterschiedlichen Versicherungsoptionen äußert sich Sascha Risse umfangreich: "Es wird mehrere Standards geben und alle haben ihre Berechtigung. In der Ausgangslage ist der Allgefahrenschutz für eine PV-Anlage immer mit einem erheblichen Schadenbedarf belegt”, sagt Risse und führt fort: “Als Versicherer steht man vor der Frage, ob man den Schutz ohne gesonderte Mehrprämie in einer Deckung einkalkuliert und insofern von allen Kunden bezahlt wird oder gegen einen Prämienzuschlag optional nur für interessierte Kunden anbietet.” Für beide Lösungen gebe es gute Gründe dafür und dagegen.

“Lösungen über Wohngebäude können in der Regel nicht mithalten”

Bei sehr weitgehenden ‘Alles-Drin’-Deckungen im hohen Preissegment werde der Schutz über Wohngebäude “nicht selten integriert” sein und bei anderen Deckungen häufig als “zuschlagspflichtiger Baustein” angeboten werden. “Für Standardanlagen bietet der über die Wohngebäudeversicherungen angebotene Schutz in der Regel eine angemessene Deckung”, so Risse weiter.

Mit der Flexibilität bei der Wahl des Leistungsumfanges und den Möglichkeiten auf individuelle Besonderheiten einzugehen, könnten die Lösungen über Wohngebäude “in der Regel aber nicht mithalten”, sagt Risse.

Im Kontext einer umfassenden und zukunftsweisenden Versicherungslösung bekräftigt der Leiter des INTER-Maklervertriebs: „Durch unsere Kooperation mit bessergrün und der Berücksichtigung von Versicherungsschutz für Batteriespeicher und Wallboxen, der Übernahme von Mehrkosten für Technologiefortschritt und von Dekontaminationskosten haben wir die ersten entschiedenen Schritte in der nachhaltigen Ausrichtung getan.“

Hauseigenes PV-Produkt der INTER

Bezüglich der hauseigenen PV-Versicherung der INTER-Versicherungsgruppe ist sich Risse sicher, dass man sich von der Konkurrenz absetze – und zwar gerade durch die Kooperation mit dem nachhaltigen Marktplatz bessergrün. “Ein Tarif in der bessergrün-Variante ist eine gute und nachhaltige Wahl. Wir investieren den Anteil der Beiträge zur Erfüllung der künftigen versicherungstechnischen Verpflichtungen aller Verträge ausschließlich in nachhaltige Kapitalanlagen. Darüber hinaus werden nachhaltige Projekte unterstützt wie beispielsweise die Pflanzung eines Baumes”, sagt er.