Erfolgreiche Partnerschaften entstehen oft dort, wo sich persönliche Verbindungen und gemeinsame Visionen treffen. So war es auch bei der Zusammenarbeit zwischen dem Nordseeheilbad Carolinensiel-Harlesiel und bessergrün. „Durch den persönlichen Kontakt zum bessergrün-Geschäftsführer Henning Bernau ist die Zusammenarbeit entstanden“, erklärt Kai Koch, Kurdirektor des Nordseeheilbads. „Für uns beide war es logisch, dass unsere Reiseregion mit dabei sein muss.“
Was 2023 als spontane Idee begann, entwickelte sich schnell zu einer tragfähigen Partnerschaft, die heute als Vorbild für nachhaltigen Tourismus gelten könnte. Die Chemie stimmte von Anfang an, denn beide Partner verfolgten dasselbe Ziel: Nachhaltigkeit nicht nur zu predigen, sondern konkret umzusetzen.
Drei Häfen, zwei Orte, ein nachhaltiges Konzept
Carolinensiel-Harlesiel verkörpert das Beste der deutschen Nordseeküste. „Wir sind ein Nordseeheilbad – das ist ein Prädikat, was man verliehen bekommt“, betont Koch nicht ohne Stolz. Die Zahlen sprechen für sich: Etwa eine Million Übernachtungen pro Jahr bei nur 1.600 Einwohnern machen deutlich, dass hier der Tourismus das Herzstück der lokalen Wirtschaft bildet.
Die einzigartige Struktur des Ortes erzählt die Geschichte der Region: Drei historische Häfen, zwei Dörfer – Carolinensiel und Harlesiel – vereint zu einem Nordseeheilbad. Diese gewachsene Vielfalt bietet Besuchern authentische Erlebnisse direkt am UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer. Vom historischen Museumshafen über das moderne Sole- und Erlebnisbad bis hin zu Tagesausflügen nach Wangerooge – hier findet jeder Urlaubstyp sein perfektes Angebot.

Die bessergrün-Allee: Ein sichtbares Zeichen für Klimaschutz
Das sichtbarste Zeichen der Partnerschaft wächst und gedeiht direkt vor Ort: die bessergrün-Allee, die im März 2025 um weitere 100 Meter erweitert wurde. „Der Ursprung unserer Blüh-Allee ist, dass wir die CO₂-neutrale An- und Abreise für Urlaubsgäste angeboten haben“, erläutert Koch die Entstehungsgeschichte. Die Herausforderung war real: Über 90 Prozent der Gäste reisen mit dem PKW an – eine Tatsache, die dem Nachhaltigkeitsanspruch des Kurorts widersprach. Die Lösung war so pragmatisch wie wirkungsvoll: „Wir mussten die CO₂-Bilanz verbessern, indem wir die Kilometer, die die Gäste fahren, ausgeglichen haben“, sagt Koch.
Aus den berechneten CO₂-Emissionen wurde ein konkreter Geldbetrag ermittelt und direkt in die Natur vor Ort investiert. Das Ergebnis ist eine Allee mit japanischen Zierkirschen, die nicht nur schön anzusehen ist, sondern auch den Klimawandel-Herausforderungen standhält. „Die Zierkirsche ist sehr widerstandskräftig. Durch den Klimawandel merken wir, dass die einheimischen Pflanzen das Ganze nicht mehr so gut ertragen“, erklärt Koch die Baumauswahl.

Nachhaltigkeit mit ökonomischer Vernunft
Die Nachhaltigkeit in Carolinensiel-Harlesiel beschränkt sich nicht auf reine Umweltaspekte. Die Zierkirschen blühen strategisch günstig im April und Mai, wenn der Kurort noch freie Kapazitäten hat. „Wir wollen mittelfristig sogenannte Blühfeste veranstalten“, verrät Koch die Zukunftspläne.
Das Konzept geht noch weiter: Die Allee kommt nicht nur den Touristen zugute, sondern verschönert auch das Leben der Einheimischen. Bei einem Verhältnis von einer Million Übernachtungen im Jahr zu 1.600 Einwohnern ist diese soziale Komponente besonders wichtig. „Wir wollten damit auch dokumentieren, dass die Gäste etwas dazu beitragen, dass der Ort schöner wird“, beschreibt Koch die gesellschaftliche Dimension des Projekts.


Erfolgsgeschichten, die motivieren
Die bessergrün-Allee ist nicht das einzige gemeinsame Projekt gewesen. Ein besonders medienwirksames Beispiel war die gemeinsame Geisternetze-Aktion auf der Nordsee, bei der tonnenweise alte Fischernetze geborgen wurden. „Das ist etwas Besonderes gewesen! Die Resonanz war groß, die Medienkontakte waren extrem gut und das zeigte auch, dass das Thema wirkt“, schwärmt Koch.
Was macht bessergrün zu einem idealen Partner für das Nordseeheilbad? „Zum einen ist bessergrün bundesweit unterwegs. Dort, wo unsere Gäste herkommen, können wir vor Ort mit dazu beitragen, dass man nachhaltige Projekte unterstützt“, erklärt Koch. Besonders wertvoll sei der Austausch innerhalb des bessergrün-Netzwerks: „Das bessergrün-Netzwerk ist unheimlich spannend für uns – der Austausch untereinander, auch aus unterschiedlichen Marktumfeldern. Sonst sitzen wir Touristiker in der Regel zusammen.“

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Klimaneutraler Urlaub wird zur Selbstverständlichkeit
Das Nachhaltigkeitskonzept von Carolinensiel-Harlesiel umfasst heute ein komplettes Angebot für umweltbewusste Urlauber. Die Anreise kann vollständig klimaneutral gestaltet werden, indem alle CO₂-Emissionen durch Zertifikate der Klimapatenschaft GmbH kompensiert werden. Vor Ort stehen zahlreiche Alternativen zum Auto zur Verfügung, und E-Auto-Fahrer finden ausreichend Lademöglichkeiten.
„Wir bringen natürlich auch eigene Ideen mit ein. Es ist immer ein Geben und Nehmen und deshalb ist bessergrün auch eine Herzensangelegenheit für uns“, fasst Koch die Partnerschaft zusammen. Diese emotionale Verbindung wird auch praktisch spürbar: „Wir merken, dass der eine oder andere, der sich im bessergrün-Netzwerk bewegt, hier auch mal Urlaub macht!“